Das Verfahren – Einführung

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Das Verfahren – Einführung 2018-10-05T12:42:11+00:00

Verfahrensordnung

Aktualisierter am 27. März 2015

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Die in der Französischen Gemeinschaft und/oder der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens ansässigen oder tätigen Journalisten und Mediendirektionen haben die Initiative ergriffen, gemeinsam einen Rat für Berufsethos der Journalisten (RBJ) zu gründen. Mit dieser Initiative wollen die Gründer eine Plattform für eine wirksame Selbstregulierung schaffen.

Der RBJ deckt alle journalistischen Aktivitäten ab, einschließlich jeder Handlung und jeder Verhaltensweise im Laufe der verschiedenen Verfahrensschritte des Informationsbeschaffungsprozesses. Der RBJ kann, abgesehen von dem/den direkt betroffenen Journalisten, die redaktionelle Hierarchie des/derselben sowie andere Abteilungen des betreffenden Mediums in den Vermittungs- und/oder Gutachtenprozess einbinden. Mit inbegriffen sind hier alle Personen, die eine journalistische Tätigkeit ausüben, unabhängig ihres beruflichen oder sozialen Statuts. Das Aufgabenfeld des RBJ bezieht sich auf alle Medien, die Informationen verbreiten, ob geschriebene oder audiovisuelle Presse oder elektronische Medien. Diese Medien können allgemeiner oder spezialisierter Ausrichtung sein.

Der RBJ befasst sich ausschließlich mit Akten von in der Französischen und/oder der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens ansässigen oder tätigen Medien, insofern diese sich hauptsächlich an die Öffentlichkeit dieser Gemeinschaften richten. Sollte allerdings ein Fall auch ein flämisches Medium betreffen, findet eine vorherige Rücksprache mit dem niederländischsprachigen Journalistenrat statt.

Das journalistische Berufsethos beinhaltet Mindestanforderungen beruflicher Verhaltensweisen. Diese sind unter anderem in folgenden Kodexen enthalten:

  • die Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalisten wurde am 24. Und 25. November 1971 in München von den Berufsverbänden der Journalisten der damals sechs Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft verabschiedet und später beim Kongress von Istanbul 1972 vom Internationalen Journalistenverband (IFJ) bestätigt
  • Der Kodex für journalistisches Berufsethos wurde am 16. Oktober 2010 vom Rat für Berufsethos der Journalisten verabschiedet;
  • die in den verschiedenen Redaktionen existierenden Kodexe

Diese Berufsethikregeln betreffen unter anderem:

  • die faire Informationsbeschaffung;
  • die Wahrung des Quellengeheimnisses;
  • die Achtung des Privatlebens.

Jeder erkennt den allgemeinen und nicht erschöpfenden Charakter dieser Richtlinien an. Deshalb wird der RBJ die Kodifizierung der vorhandenen deontologischen Regeln vornehmen.

DIE FUNKTIONEN DES RBJ

Neben der Abfassung von angepassten und gemeinsamen deontologischen Regeln (siehe oben), übt der RBJ, eine dreifache Funktion aus:

  • Information;
  • Vermittlung (Ombudsman);
  • Regularisierung (Gutachten, Beschwerdebearbeitung, Empfehlungen).

DEFINITIONEN

In dem nachfolgenden Text bezeichnet

  • Der Ausdruck „Mitglieder der Kategorie A“ die von den Journalistenvereinigungen vorgeschlagenen Mitglieder des Rates für Berufsethos der Journalisten ;
  • Der Ausdruck „Mitglieder der Kategorie B“ die von den Mediendirektionen oder deren Vereinigungen vorgeschlagenen Mitglieder des Rates für Berufsethos der Journalisten;
  • Die Chefredakteure und Vertreter der Zivilgesellschaft gehören keiner Kategorie an;
  • Was die Fristen betrifft, so werden „Tage“ als Kalendertage betrachtet.